Wer macht was, bevor es knallt?

Guten Rutsch! ©TripAdvisor

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Bleigießen, in gemütlicher Runde essen, Gesellschaftsspiele spielen und vielleicht für die jährliche Ration „Dinner for one“ sorgen, bevor draußen die Böller in die Luft gehen… So „rutschen“ viele Deutsche in das neue Jahr. Aber wie sieht das woanders aus – und: Wieso rutschen manche sogar doppelt?

 

С новым годом (S Novym Godom)!

Doppelt hält besser?! Das könnte das Silvester-Motto in Russland sein. Weil dort zwei Kalender gelten – der Gregorianische, wie bei uns und der Julianische – und da diese 13 Tage auseinander liegen, gibt es auch den Jahreswechsel zweimal. Toll, zweimal feiern! Und wer nach der Party am 31. Dezember schon innerhalb der ersten zwei Wochen seine guten Vorsätze gebrochen hat, der fängt einfach nochmal von vorne an.

¡Próspero Año Nuevo!

In Spanien schaut kurz vor Mitternacht – ob am Fernseher oder live – jeder auf eine ganz bestimmte Uhr: die der Puerta del Sol in Madrid. 36 Sekunden bevor das neue Jahr losgeht, beginnt der Countdown. Alle drei Sekunden wird eine Weitraube gegessen und ein Wunsch ausgesprochen. Beim anschließenden Anstoßen, traditionell mit Cava, befindet sich häufig ein goldener Ring im Glas. Er steht für finanzielles Glück im neuen Jahr.

 Felice Anno Nuovo!

Was wären die heißblütigen Italiener, wenn es nicht auch in der Silvesternacht um „Amore“ ginge? Allerdings gilt das Tragen roter Unterwäsche zum Jahreswechsel nicht ausschließlich als Glücksbringer in Sachen Liebe sondern soll generell ein schönes, glückliches neues Jahr einläuten.

Happy New Year!

Nicht ganz so einfach ist es in Schottland, das Glück fürs neue Jahr anzukurbeln – mit roter Unterwäsche oder einem Ring im Glas ist es hier nicht getan. Im Gegenteil: Es ist sogar von einem Anderen abhängig, denn ein gutaussehender, braunhaariger Mann muss um Mitternacht, idealerweise mit Rosinenbrot und Kohlestücken bepackt, das Haus betreten. Vielleicht hilft es ja, vorher Einladungen zu verteilen…?

新年快乐

Ganz wann anders feiern die Chinesen das neue Jahr: am ersten Vollmond nach dem 21. Januar. Dann gibt es auch schon den Frühjahrsputz, um alles alte „auszukehren“. Mit offenen Fenstern wird in China dann das neue Jahr begrüßt, damit das Glück Einzug halten kann. Unverheiratete Frauen werfen Mandarinen ins Meer, damit sie ihr Traumprinz bald findet – um dem unbekannten Angebeteten das Finden zu erleichtern, schreiben einige junge Damen ihren Namen auf die Frucht.

Feliz Ano Novo!

Weiß, ganz in weiß rutschen die Brasilianer ins neue Jahr – die Farbe steht für Reinheit und Frieden. Das symbolisieren auch die an den Stränden aufgestellten weißen Kerzen, die sich dort mit roten (Liebe) und orangenen (Reichtum) mischen. Frauen in Brasilien gedenken in dieser Nacht besonders der Göttin Yemanjá: Blumen werden im Meer verstreut und kleine, mit Nahrung bestückte Boote losgelassen. Die Göttin repräsentiert das Meer, Mütterlichkeit und ist die Beschützerin von Kindern.

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